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WIRTSCHAFT AM PULS DER ZEIT - "Was wir von der Zukunft zu erwarten haben" - Vortrag und Dialog mit Stefan Schulmeister - Steuer- und Wirtschaftsberatung Linder&Gruber Schladming

Wann: Donnerstag 12.09.2019 19:00-22:00
Typ: Gastveranstaltung
Ort:
Teilnehmer:

Von der Prosperität in die Krise, was wir von der Zukunft zu erwarten haben und was zu tun ist

Vortrag und Dialog mit Stefan Schulmeister

Vortrag im Rahmen der Reihe „Wirtschaft am Puls der Zeit“ der Steuer- und Wirtschaftsberatung Linder & Gruber am 12. September 2019 in Schaldming

Bis in die 1970er Jahre herrschte in Europa Vollbeschäftigung, der Sozialstaat wurde ausgebaut, die Staatsverschuldung sank. Basis war das Lernen aus der Weltwirtschaftskrise und (damit) eine solche „Spielanordnung“, die das Gewinnstreben systematisch auf realwirtschaftliche Aktivitäten lenkte und im Rahmen des Europäischen Sozialmodells auf eine Integration traditioneller Gegensätze abzielte. Mit der Ent-Fesselung der Finanzmärkte begann der lange Weg in die gegenwärtige Krise Europas. Sie äußert sich nicht nur in 20 Millionen Arbeitslosen, 100 Millionen atypisch Beschäftigten, sondern auch im Aufstieg populistischer Bewegungen, neuen „Sündenböcken“, zunehmendem Nationalismus und einer Des-Integration Europas. Für ein gründliches Lernen ist die Bedrohung der Eliten noch nicht groß genug, sie wird sich aber in der nächsten Finanzkrise massiv erhöhen und so die Chance für einen grundlegenden Kurswechsel in Europa eröffnen. Seinen wichtigsten Leitlinien sind eine radikale Besserstellung von unternehmerischen Aktivitäten in der Realwirtschaft im Vergleich zur „Finanzalchemie“ sowie die Erneuerung des Europäischen Sozialmodells. Die dafür nötigen  Maßnahmen sollten schon jetzt konzipiert werden.


Dazu gehören eine Besserstellung von unternehmerischen Aktivitäten in der Realwirtschaft durch radikale Einschränkung der Finanzalchemie, massive Investitionen in die Bekämpfung des Klimawandels und in den Umweltschutz allgemein, die Erneuerung des Sozialstaats, die Überwindung der informationstechnologische "Kolonialisierung" Europas durch die Slicon-Valley-Konzerne und neue Arbeitszeitmodelle. In der Übergangszeit müssen die "Stellungen" zur Verteidigung des Sozialstaats verstärkt werden. Dies gilt insbesondere für Österreich: Während in anderen Ländern Europas der Angriff auf den Sozialstaat schon vor Jahren mit Erfolg vorgetragen wurde, wurde er in Österreich noch vergleichsweise wenig geschwächt. Dies könnte sich in den kommenden Jahren nach dem Motto "Mehr Geld in den Taschen der Bürger" (welcher eigentlich?) ändern. Wenn nämlich die Staatsquote gesenkt wird, trifft es in erster Linie die Sozialausgaben und damit die Schwächeren.
Weiters sollte das zunehmende Bewusstsein der langfristig katastrophalen Folgen der Erderwärmung für eine massive Offensive Europas gegen den Klimawandel genutz werden. Vorraussetzung dafür ist freilich, dass die eliten erkennen: (Auch) der EU-Handel mit CO2-Emissionszertifikaten wurde zu einer "Spielwiese" der Finanzaktobaten, die daraus resultierenden Schwankungen der Zertifikatspreise erschweren eine nachhaltige Bekämpfung des Klimawandels. Als Alternative stelle ich eine einfaches und wirksames Modell zur Reduktion von Treibhausgasen vor.

 

Freier Eintritt!

 

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