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Klang Film Theater Schladming
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Wolfram Berger - 100 Jahre H.C. Artmann - Lesung mit Musikbegleitung

Wann: Donnerstag 30.09.2021 20:00-22:00
Typ: Theater
Ort: Klang-Film-Theater Schladming
Teilnehmer:

Wolfram Berger - 100 Jahre H.C. Artmann

Lesung mit Musikbegleitung

mit wolfram bergerspricht und singt
und oskar aichinger: singt und spielt klavier

 wos bsundas  

a schnupfmbazzün is soo glaa
das eana dausnd medranaund
auf an anzechn fraunkefal
noch mariabrun reidn kentn ...

„how much schatzi“

100 jahre h.c. artmann

aus der wunderkiste des grossen österreichischen dichters
anlässlich seines 100. geburtstages, den er dieser tage feiern würde,
phantastische geschichten, lieder, gedichte, träume 
und anderes unbeschreibliches

herrgott bin ich froh ich habe geburtstag der tag hat mich wie ein aufruhr geweckt  

hört ihr die dampfer tuten die kapitäne tragen sonnen rosetten und lackschuhe  

bringt einen sessel für die freiheit her und eine girlande für meine schönen augen ...

 

H.C. Artmann ist der „Beweis, dass die Existenz des Dichters möglich ist” (Konrad Bayer). War der österreichische Poet ein freier Dichterfürst, der bloß in Sprachen reiste, überall und nirgends daheim war?

H.C. Artmann machte sich im Nachkriegswien mit ersten Publikationen und Auftritten einen Namen in der Szene. Ab 1954 begann er kreuz und quer durch Europa zu reisen, lebte in Schweden, in Berlin und Graz, bevor er sich 1972 für mehr als zwanzig Jahre in Salzburg niederließ. Seine letzten Lebensjahre verbrachte er in seiner Geburtstadt Wien gemeinsam mit seiner Frau, der Schriftstellerin Rosa Pock.

Trotz unzähliger Orte und Sprachen, von denen er angeblich Dutzende beherrschte und z.T. übersetzte, ist sein Werk geographisch ungebunden. Einer seiner Texte beginnt zwar konkret – „Meine heimat ist Österreich, mein vaterland Europa, mein wohnort Malmö“ – und wird gar präzise: „getauft zu St. Lorenz, geschieden in Klagenfurt, in Polen poetisch, in Paris ein atmer, in Berlin schwebend, in Rom eher scheu, in London ein vogel, in Bremen ein regentropfen, in Venedig ein ankommender brief, in Zaragoza eine wartende zündschnur, in Wien ein teller mit sprüngen“. Doch stets wird ein ICH umkreist, das poetisch lebt:

kein spiegel wirft mich
kein film zeigt mich auf
ich bin der ort nirgendwo

H.C. Artmann, geboren am 12. Juni 1921 und gestorben am 4. Dezember 2000 in Wien. Dichter und kongenialer Übersetzer. Mitglied der legendären „Wiener Gruppe“ (1952 bis 1958). Seine Karriere begann mit dem großen Erfolg seiner surrealistisch-makabren Dialektgedichte „med ana schwoazzn dintn“ (1958). Schrieb u.a. Dramen, Gedichte, Hörspiele, Diarien und erhielt zahlreiche Preise – vom Großen Österreichischen Staatspreis 1974 bis zum Georg-Büchner-Preis 1997.

Wolfram Berger - Schauspieler, Sänger, Kabarettist, Film- und TV-Schauspieler, Regisseur und Produzent ungewöhnlicher Theater-Abende abseits des Mainstreams   „ .. nein, in eine Schublade passt er nicht rein, dafür ist er zu vielseitig.In eine leicht sperrige Kommode vielleicht, ohne Deckel, eine mit verwirrend vielen Fächern..“  (Tagesanzeiger Zürich)   1945 in Graz geboren und aufgewachsen. Mit Tarnen und Täuschen durch die Schulzeit. Schauspielausbildung in Graz und eine sogenannte "Bilderbuchkarriere" als Schauspieler und Regisseur an wichtigen deutschsprachigen Bühnen (Basel, Zürich, Stuttgart, Bochum, Wien).   Seit 1980 freischaffend.  Parallel zu seinen Bühnenauftritten immer wieder Kino- und TV-Filme in CH, D und A Unzählige Radio-, Hörspiel- und Hörbuchproduktionen sind das Ergebnis seiner Liebesaffaire mit dem Mikrophon. Die Zusammenarbeit mit Musikern aus allen Genres ist für Wolfram Berger Quell der Inspiration für seine  „Kleinkunst-Programme“. (siehe www.bergerwolfram.at)

 Oskar Aichinger,  geboren 1956, aufgewachsen in Attnang-Puchheim/OÖ. Montanistikstudium in Leoben, Musikstudium in Salzburg. 1984-86 Ballettkorrepetitor an der Wiener Staatsoper. Seit 1990 vorwiegend als Pianist/Improvisator an der Schnittstelle Jazz/Neue Musik tätig. Versteht sich selbst als "performing composer". Als Komponist Auftragsarbeiten für das Klangforum Wien, Ensemble XX. Jahrhundert, Koehne-Quartett, sirene-Operntheater, den Carinthischen Sommer u.v.a., als Pianist und Bandleader Konzerte in ganz Europa, USA und Israel. Zahlreiche CD-Veröffentlichungen, zuletzt "Cosmos Lutoslawski" (2008), die mit dem Pasticciopreis ausgezeichnet wird, "Wean Jazz" (ORF 2009) und „a word to the sufficient“ (2011, mit dem Ensemble „ekg“). 2008 Komponistenporträt von Ö1 und Jeunesse im Radiokulturhaus, 2009 Uraufführung der Kammeroper "Der entwendete Taler". Einige Arbeiten für das Wienerlied-Festival "Wean hean". Kompositionen für Tanztheater (Maja Slattery und Compagnie Smafu). 2011 „Fledermaus returns“, Operette für vier Schauspieler und vier Musiker im Schloss Damtschach/Kärnten und im TAG Wien. Seit 2012 Zusammenarbeit mit dem Kabinetttheater in Wien, ebenso mit dem „Kollegium Kalksburg“. 2017 erste Buchveröffentlichung („Ich bleib in der Stadt und verreise“). 2018 Uraufführung der Oper „Das Totenschiff“ beim Festival „Wien Modern“. 2019 Liederzyklus „I hide myself within my flower“ nach Gedichten von Emily Dickinson beim Festival „4020“ im Brucknerhaus Linz. 2020 zweite Buchveröffentlichung („Fast hätt´ ich die Stadt verlassen“) 

Eintritt: € 20,- / KFT-Mitglieder € 18,-

 

 

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