Aktuelle
Facebook
Beiträge
Klang Film Theater Schladming
> Zurück

Marko Feingold - Ein jüdisches Leben

Wann: Samstag 13.11.2021 15:00-17:00
Typ: Cinemaclub
Ort:
Teilnehmer:

Marko Feingold - Ein jüdisches Leben

Film & Dialog mit Hanna Feingold und Regisseur Florian Weigensamer
 
"Familie Coburg und das 3. Reich"
Referent: Mag. Günter Fuhrmann
16.30 Uhr bis 17.30 Uhr
 

„Ein Jüdisches Leben portraitiert einen der letzten Zeitzeugen des Holocaust. Durch diesen Film soll Marko Feingolds Geschichte als unvergängliches Dokument erhalten bleiben. ... Und doch bleibt der Film immer in der Gegenwart, reflektiert das historische Geschehen und führt zu den zentralen menschlichen Fragen.

Marko Feingold, geboren 1913, wuchs in der Wiener Leopoldstadt auf. 1938 wurde er kurz nach dem Anschluss Österreichs von den Nazis verhaftet. Er überlebte die Konzentrationslager Auschwitz, Neuengamme, Dachau und Buchenwald, wo er bis zur Befreiung 1945 interniert war.

Er hat seine Familie durch die Nazigräuel verloren, selbst vier Konzentrationslager überlebt und später jahrelang Vorträge über seine Erlebnisse gehalten: Nun ist der 2019 106-jährig verstorbene Zeitzeuge Marko Feingold noch einmal als Kämpfer gegen das Vergessen und Mahner vor dem Wiedererstarken antidemokratischer Strömungen zu sehen.

In dem Dokumentarfilm „Ein jüdisches Leben“ erzählt er seine Geschichte – und schweigt dann, wenn Worte nicht ausreichen.

Feingold – geboren 1913 in Besztercebánya in der heutigen Slowakei und aufgewachsen in der Wiener Leopoldstadt – ist 105 Jahre alt, als ihn die Regisseure Christian Krönes, Florian Weigensamer, Christian Kermer und Roland Schrotthofer interviewen. Sie selbst bleiben stumm, ihre Fragen sind nicht zu hören. Zu Wort kommt lediglich ihr Gesprächspartner. Feingold sitzt auf einem Stuhl und spricht vor schwarzem Hintergrund direkt zum Zuschauer. Die Kamera ist sehr nahe an ihm dran, zeigt uns – meist in frontalen Close-ups, dazwischen im Profil – ein Gesicht, in dem ein mehr als 100-jähriges Leben seine unübersehbaren Spuren hinterlassen hat.

„Ich bin heute 105 Jahre alt und immer noch am Leben, obwohl ich in meinem Leben schon viele Male gestorben bin“, sagt er zu Beginn des knapp zweistündigen Streifens. Schon der Beginn dieses Lebens ist angesichts der Nöte des Ersten Weltkriegs nicht einfach. Eine seiner ersten Kindheitserinnerung sei die an den Hunger, sagt Feingold – eine von vielen Qualen, die ihn drei Jahrzehnte später im Konzentrationslager wieder ereilen sollte.

Dokumentarfilm (A 2021) von Christian Krönes, Florian Weigensamer, Roland Schrotthofer, Christian Kermer, produziert von Blackbox Film & Medienproduktion GmbH

Filmprädikat: besonders wertvoll

 

Eintritt: € 8,- / KFT-Mitglieder € 6,-

 

.ics-Datei laden (Termin zu Outlook oder iCal hinzufügen)